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Willi Klassen: vom suchenden Vater zum zertifizierten NeuroScanBalance-Trainer

Willi Klassen bei der sanften Arbeit mit einem Kind – NeuroScanBalance Bad Essen

Diese Seite gibt es, weil mich Eltern das immer wieder fragen: Wer bist du eigentlich, und warum machst du das? Die kurze Antwort steht schon auf der Startseite. Hier ist die längere.

Wie alles anfing

Als meine Tochter auf die Welt kam, bekamen wir von den Ärzten wenig Hoffnung. Diagnosen fühlten sich an wie Türen, die zugehen. Meine Frau und ich haben jahrelang gesucht, ausprobiert, wieder gesucht. Manches half ein bisschen, vieles half kaum. Man gewöhnt sich an dieses Gefühl, nie ganz anzukommen.

Irgendwann sind wir auf NeuroScanBalance gestoßen – eher zufällig, über Empfehlung. Skeptisch war ich schon, nach allem, was wir vorher versucht hatten. Aber wir haben es einfach gemacht. Und schon nach den ersten Einheiten gab es kleine, spürbare Veränderungen. Keine Wunder, keine Heilung über Nacht. Aber genug, um zu wissen: Das ist der Weg, den wir weitergehen.

Die Ausbildung zum Trainer

Aus der eigenen Erfahrung wurde ein Entschluss. Ich habe die Ausbildung zum zertifizierten NeuroScanBalance-Trainer und -Kindertrainer absolviert, zertifiziert durch das NeuroScanBalance-Institut. Nicht, weil ich eine neue Karriere wollte. Sondern weil ich wusste, wie sich das anfühlt, wenn niemand eine Antwort hat – und wie es sich anfühlt, wenn sich plötzlich doch etwas bewegt. Dieses zweite Gefühl wollte ich anderen Familien ermöglichen.

Seitdem habe ich über 50 Familien begleitet, aus Bad Essen und der ganzen Region. Kinder mit Entwicklungsverzögerungen, mit Zerebralparese, mit ADHS oder Autismus, aber auch Erwachsene nach einem Schlaganfall oder mit chronischen Schmerzen. Jede Situation ist anders. Was bleibt, ist derselbe sanfte Ansatz – wer wissen will, für welche Kinder die Methode infrage kommt, findet eine Übersicht auf der Seite Für Kinder.

Die Zertifizierung war dabei nur der Anfang. Die eigentliche Ausbildung läuft seitdem in jeder einzelnen Lesson weiter – jedes Kind, jeder Erwachsene bringt eine neue Ausgangslage mit, und ich lerne aus jedem Fall dazu. Genau deshalb tausche ich mich regelmäßig mit den Trainerinnen und Trainern von NeuroScanBalance OWL aus, mit denen ich bei den Intensiv-Wochenenden zusammenarbeite.

Wie ich arbeite

Einzeltermine finden bei mir in Bad Essen statt, in der Regel als 20- bis 25-minütige Lesson. Für die intensiveren Wochenenden arbeite ich mit NeuroScanBalance OWL zusammen – dort begleiten zwei Trainer die Kinder über drei Tage. So bekommt jedes Kind mehr Aufmerksamkeit, als ein einzelner Trainer allein leisten könnte.

Mir ist wichtig, ehrlich zu bleiben. Ich verspreche keine Heilung und keine festen Zeiträume – das kann niemand seriös versprechen. Was ich zusagen kann: Ich nehme mir Zeit, höre zu, und sage auch dann klar Bescheid, wenn ich glaube, dass NeuroScanBalance im Einzelfall nicht der richtige Weg ist. Was die Methode genau ausmacht, steht im Beitrag Was ist NeuroScanBalance?

Warum ich nur mit Pausen arbeite

Nach jedem Intensive lege ich bewusst drei bis sechs Wochen Pause ein, bevor es mit anderen Reizen weitergeht. Für viele Eltern klingt das erst mal falsch – mehr Termine müssten doch schneller helfen. Aus meiner Erfahrung ist genau das Gegenteil der Fall. Den gesamten Ablauf, inklusive dieser Pause, beschreibe ich ausführlich auf der Seite Ablauf einer Lesson.

Das Nervensystem braucht diese Ruhe, um neue Bewegungsmuster im Alltag selbst zu erproben, nicht nur bei mir auf der Liege. Wer diese Zeit mit zusätzlichen Terminen füllt, nimmt dem Gehirn die Gelegenheit, das Gelernte zu festigen. Ich halte an dieser Regel fest, auch wenn Familien manchmal ungeduldig sind – gerade weil ich weiß, wie sehr man sich Tempo wünscht, wenn man selbst wartet.

Was ich nicht verspreche

Ich sage niemandem, dass eine bestimmte Diagnose verschwindet, und ich nenne keine festen Zeiträume, nach denen sich etwas zeigen muss. Beides würde ich nicht halten können, und ich will keine Hoffnungen wecken, die ich nicht einlösen kann.

Was ich zusage, ist etwas Kleineres, aber Ehrlicheres: dass ich mir Zeit nehme, genau hinschaue und offen sage, wenn NeuroScanBalance im Einzelfall nicht der richtige Weg ist. Diese Offenheit gilt auch dann, wenn sie bedeutet, dass eine Familie nicht bei mir bleibt. Lieber das, als falsche Erwartungen zu bedienen.

Warum ich das mache

Weil ich weiß, wie einsam sich die Suche nach Hilfe anfühlen kann. Und weil ich weiß, dass sich das ändern lässt. Ich bin Trainer geworden, weil ich zuerst Vater war – dieser Satz ist bei mir kein Werbespruch, sondern ziemlich genau die Geschichte, die oben steht. Wer sich einen Überblick über Methode, Zielgruppen und Ablauf verschaffen will, findet ihn gebündelt im NeuroScanBalance-Ratgeber.

Lern mich persönlich kennen

Im ersten Gespräch erzählst du mir von deiner Situation, ich erzähle dir ehrlich, ob und wie ich helfen kann.

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