Über Geld wird in diesem Bereich ungern gesprochen, und ich finde das falsch. Wenn eine Familie sich etwas nicht leisten kann, hilft es niemandem, das zu umschiffen. Deshalb hier offen, was NeuroScanBalance kostet, warum die Kasse nicht zahlt und welcher Weg für manche Familien trotzdem funktioniert.
Warum die Krankenkasse nicht zahlt
NeuroScanBalance ist eine Selbstzahlerleistung. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten aktuell nicht, weil die Methode kein anerkanntes Heilverfahren im Sinne der Kassenkataloge ist. Das sagt nichts über die Wirksamkeit im Einzelfall aus, sondern beschreibt nur den formalen Status im Erstattungssystem.
Eine Einzel-Lesson kostet 80 €. Die Kosten für ein Intensive bespreche ich persönlich, weil sie von der Anzahl der Kinder, dem Ort und dem Betreuungsumfang abhängen. Die vollständige Übersicht steht auf der Seite Was kostet NeuroScanBalance?
Zuerst die private Zusatzversicherung prüfen
Bevor es um Stiftungen geht, lohnt der schnellere Weg: Einige private Zusatzversicherungen erstatten Teile der Kosten, etwa im Rahmen von Heilpraktiker- oder alternativmedizinischen Zusatztarifen. Ob das im konkreten Fall greift, klärt am schnellsten ein Anruf bei der eigenen Versicherung.
Hilfreich ist dabei eine kurze Leistungsbeschreibung, die ich auf Wunsch mitgebe. Damit lässt sich am Telefon konkret fragen, statt die Methode selbst erklären zu müssen.
Wann eine Stiftung infrage kommt
Manche Stiftungen für Familien mit Kindern mit Behinderung oder Entwicklungsstörungen übernehmen auf Antrag ganz oder teilweise die Kosten für ergänzende Förderangebote. NeuroScanBalance kann darunterfallen. Welche Stiftung im Einzelfall passt, hängt vom Wohnort ab, von der Diagnose und von der jeweiligen Förderrichtlinie.
Eine allgemeingültige Liste kann ich deshalb nicht aufstellen, und ich tue es bewusst nicht. Was für eine Familie aus dem Kreis Minden-Lübbecke gilt, muss für eine Familie aus Osnabrück nicht stimmen.
Wie eine Anfrage abläuft
Der Weg ist bei den meisten Stiftungen ähnlich. Man kontaktiert sie formlos oder über ein Antragsformular und legt eine kurze Beschreibung der Situation bei, häufig zusammen mit der ärztlichen Diagnose. Dazu kommt die Angabe, welches Angebot damit finanziert werden soll und was es kostet.
Ein Punkt, der oft übersehen wird: Manche Stiftungen prüfen laufend, andere nur zu festen Terminen im Jahr. Wer knapp vor so einem Stichtag anfragt, wartet unter Umständen Monate. Ein Blick auf die Fristen vor dem Schreiben spart entsprechend viel Zeit.
Wobei ich helfe
Ich stelle die Unterlagen für den NeuroScanBalance-Teil zusammen: eine Beschreibung der Methode und die konkreten Kosten für den geplanten Umfang. Was ich nicht kann, ist den Antrag für euch stellen oder eine Zusage beeinflussen. Die Entscheidung liegt allein bei der Stiftung.
Sprecht mich einfach an, wenn ihr diesen Weg gehen wollt. Es kostet nichts, danach zu fragen, und mir ist lieber, eine Familie fragt, als dass sie wegen des Preises gar nicht erst anruft.
Wenn es trotzdem nicht reicht
Dann sagt es mir. Manchmal ist eine einzelne Lesson als Einstieg der realistischere Weg als ein ganzes Intensive, und manchmal ist die ehrlichste Antwort, dass gerade ein anderer Weg sinnvoller ist. Wie sich Kosten, Ablauf und Methode insgesamt zusammenfügen, steht im NeuroScanBalance-Ratgeber.
Häufige Fragen zur Kostenübernahme
Kann ich die Kosten steuerlich absetzen?
Dazu kann ich keine verbindliche Auskunft geben, das gehört in steuerliche Beratung. Eine Rechnung stelle ich auf Wunsch selbstverständlich aus, damit die Unterlagen vorliegen.
Übernimmt eine Stiftung auch ein komplettes Intensive?
Das hängt von der jeweiligen Förderrichtlinie ab. Manche Stiftungen übernehmen die Kosten ganz, andere nur teilweise. Für den Antrag bekommst du von mir eine konkrete Zahl für eure Situation, keine Preisspanne.
Wie lange dauert so eine Anfrage?
Sehr unterschiedlich. Stiftungen, die laufend prüfen, antworten oft innerhalb weniger Wochen. Wo nur zu festen Terminen im Jahr entschieden wird, kann es deutlich länger dauern. Deshalb lohnt es sich, die Fristen vorher nachzulesen.
Muss ich warten, bis die Stiftung zusagt?
Nicht unbedingt. Ein erstes Gespräch ist unverbindlich und kostenlos, dort lässt sich klären, ob die Methode überhaupt passt. Das ist ohnehin sinnvoll, bevor ihr Aufwand in einen Antrag steckt.
Quellen & weiterführende Informationen
- kindergesundheit-info.de – Portal der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
- bvkj.de – Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte